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»Mit Hängen und Würgen«
Glossar


Wo nicht anders angegeben, ist die Quelle (Psc86).

Anoxie
Fehlen von Sauerstoff, kann den Gesamtorganismus oder Teile desselben betreffen
Asphyxie
Atemstillstand infolge Atemlähmung oder Atemwegsverlegung
Asystolie
fehlende Kontraktion des Herzens, d.h. Herzstillstand
Dyspnoe
Jede Form der Atemstörung; subjektives Phänomen; das Bewußtwerden vermehrt Atemtätigkeit leisten zu müssen mit Atemnot, Lufthunger, Kurzatmigkeit.
Extrasystolen
Außerhalb des regulären Grundrhythmus auftretende Herzschläge; es sind vorzeitige (oder verspätete) Herzschläge, die einzeln oder gehäuft auftreten.
Hyperventilation
übermäßige Steigerung der Atmung
Hypoxie
Sauerstoffmangel, Sauerstoffnot; Herabsetzung des Sauerstoffpartialdrucks in Blut bzw. Körpergeweben.
Ischämie
Unterbrechung oder spürbare Verringerung der Durchblutung, Blutleere einzelner Organteile infolge mangelnder Blutzufuhr
Kammerflimmern
Wogende Bewegungen der Herzkammern infolge ungeordneter, ungleichzeitiger Zusammenziehung der einzelnen Muskelfasern
Karotiden
Die großen, zum Kopf führenden Halsarterien
Myokardinsuffizienz, Herzinsuffizienz
Unzureichende Funktion des Herzens. Das Herz ist nicht mehr imstande, eine den Anforderungen entsprechende Förderleistung zu erbringen.
Petechien, petechiale Blutungen
kleinste punktförmige Haut- oder Schleimhautblutungen (Kapillarblutung)
Schnappatmung
Unregelmäßige, diaphragmale präfinale Atemzüge als Ausdruck zerebraler Hypoxie
Synkope
Unter Synkope versteht man eine plötzliche "Ohnmacht"; meist kurzdauernde Bewußtseinsstörung mit oder ohne Hinstürzen. Häufige Formen sind:
Vasovagale Synkope
Starke Emotionen (Blutsehen, Ekel, Angst, Schmerz), Hitze oder Kälte sowie eine akute Vagusreizung [...] können innerhalb von Sekunden zu einem akuten Blutdruck- und Herzfrequenzabfall führen.
Pressorische Synkope
Reizung der Druckrezeptoren mit reflektorischem Blutdruck- und Herzfrequenzabfall bei Stuhl oder Harnpressen oder Valsalva-Preßversuch
Kardiale Synkope
z.B. durch Karotis-Sinus-Syndrom
(Boe96, leicht gekürzt)
Thorax
Brustkorb
Vagus
Nervus vagus, 10. Gehirnnerv, Hauptvertreter des (weitverbreiteten, daher der Name) parasympathischen Systems
Valsalva-Manöver, Preßdruckversuch
Etwa 10 Sekunden starkes Pressen nach maximaler Inspiration (Valsalva). Prinzip: beim Valsalva kommt es zu einer Einflußhemmung ins rechte Herz, wodurch das Schlagvolumen reduziert wird und der Blutdruck etwas absinkt. Danach durch vermehrten Zustrom vergrößertes Schlagvolumen und Blutdruckanstieg. Während der Herzgesunde mit kräftigem rechten Ventrikel den Preßwiderstand in der Lunge überwindet und der Blutdruck nur unwesentlich absinkt (5 bis 10 mm Hg) sowie danach über den Ausgangswert ansteigt, kommt es bei latenter Herzinsuffizienz zu einem stärkeren Druckabfall während des Pressens und danach zu einem Ausbleiben des reaktiven Druckanstiegs.

 

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