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»Mit Hängen und Würgen«
Autoerotische Praktiken


[Clyde Bruckman kann Todesarten vorhersagen.]
Clyde Bruckman: Es geht mich ja nichts an, aber autoerotische Erstickungsunfälle sind ein echt würdeloser Tod.
Mulder: Wie kommen Sie darauf?
Clyde Bruckman: Ach, nur so. Vergessen Sie, dass ich's erwähnt habe.
The X-Files

 

Wer Atemkontrollspiele ohne Partner praktiziert, kann die Spezialfälle unter den Risiken getrost vergessen. Praktisch alle unglücklichen Solospieler, die von ihren Angehörigen in peinlicher Lage tot aufgefunden werden, haben schlichtweg durch Sauerstoffmangel im Gehirn das Bewußtsein verloren und sind ihren eigenen Vorrichtungen à la "ich lass dann schon los, wenn's kritisch wird" zum Opfer gefallen. Einige denken sich aufwendige Konstruktionen aus, die im Fall einer Bewußtlosigkeit dafür sorgen sollen, dass das Spiel abgebrochen wird, aber leider versagen. Ein paar Punkte sollte man immer im Auge behalten:

Zu den Todesfällen, die aus autoerotischen Atemkontrollspielen resultieren, ist nicht sehr viel bekannt. Zum einen scheint es wohl nicht ganz selten zu sein, dass Verwandte den Tatort "bereinigen", bevor der Notarzt gerufen wird, zum anderen wird ein autoerotischer Erstickungstod häufig fälschlich als Selbstmord interpretiert und schließlich bekommt die medizinische Forschung naturgemäß nur die toten Atemkontrollspieler zu sehen.

Über die Häufigkeit dieser Praktiken in der lebenden Bevölkerung hat man bisher praktisch nichts herausgefunden - daher ist es auch im Moment nicht möglich, festzustellen, wie hoch die tatsächliche Wahrscheinlichkeit ist, daran zu sterben. Eine längere Studie in Skandinavien hat ergeben, dass etwa 0,5 bis 1 Todesfälle pro Million Einwohner und Jahr bekannt werden (IE89). Andere Schätzungen gehen von bis zu 4 Todesfällen pro Million Einwohner und Jahr aus (zitiert nach Uva95), für Amsterdam wurden 1992 5 Todesfälle pro Million Einwohner und Jahr angenommen (Lun92). Für Deutschland würde das zwischen 40 und 400 Todesfälle pro Jahr bedeuten. In der Todesursachenstatistik wird der autoerotische Erstickungstod nicht gesondert ausgewiesen.

Dass es wenig lebendige Freiwillige gibt, die ihre Daten der Forschung zur Verfügung stellen, muss einen (abgesehen davon, dass diese Praktiken den meisten peinlich sind) nicht verwundern, wenn man die Inhaltsangaben der Handvoll Berichte zum Thema liest ... als Gegenmaßnahmen werden die Verordnung von Lithiumcarbonat (ein Mittel gegen manisch-depressive Erkrankungen), "chemische Kastration" durch Depo-Provera (Medroxyprogesteronacetat, eigentlich ein Verhütungshormon für Frauen) und Psychotherapie, in den siebziger Jahren sogar noch Elektroschocktherapie empfohlen. Andererseits sind gerade diese wenigen Personen vermutlich überhaupt erst ins Blickfeld der Mediziner geraten, weil sie unter anderen, therapiebedürftigen Problemen litten. Der "normale" Atemkontrollspieler ist der Forschung bisher noch ein unbekanntes Wesen.

An Objective Overview of Autoerotic Fatalities (Tur95) ist ein relativ neuer Artikel zum Thema, der sich gegen einige Vorstellungen wendet, die sich in der Forschungsliteratur hartnäckig halten. Der Autor stellt fest, dass es sich bei den Opfern keineswegs nur um männliche Jugendliche oder generell um Männer handelt, dass die Opfer nicht notwenigerweise nackt oder teilweise entkleidet vorgefunden werden müssen und dass Transvestitismus kein Charakteristikum autoerotischer Todesfälle ist.

Am vernünftigsten ist es, Atemkontrollspiele ohne Partner ganz bleiben zu lassen und sich zumindest einen Partner zu suchen. Auch Spiele mit Partner sind nicht risikolos, aber schon um Größenordnungen ungefährlicher. Wer es trotzdem nicht lassen kann, sollte nach Möglichkeit folgendes berücksichtigen:

Mit Vorsichtsmaßnahmen ist übrigens nicht gemeint, was das Opfer in "The Silver Bullet" praktizierte: "Danach willigte er ein, um der Kinder willen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: er entfernte während seiner Aktivitäten den Kellertürgriff und verschloss die Hintertür." (Sin93)

Beispiele für weniger gefährliche Techniken:

(Hinweise werden jederzeit dankbar entgegengenommen).

Ein von der Decke hängender Korb mit der Öffnung nach unten, in den eine Plastiktüte zuverlässig eingehängt oder eingeklebt ist, so dass sie sich nicht vom Korb lösen kann. Man steht oder kniet unter dem Korb, so dass die Tüte den Kopf bedeckt. Verliert man das Bewusstsein, fällt man nach unten aus der Tüte (sinnvollerweise auf eine weiche Unterlage).

Im Stehen, Sitzen oder Knien mit einer modifizierten Klettverschluss-Blutdruckmanschette um den Hals mit einem D-Ring an der Oberkante des einen Endes, von dem ein Seil zur Decke führt. Schafft man es nicht mehr, die Luft aus der Blutdruckmanschette zu lassen, bevor man das Bewusstsein verliert, öffnet sich die Manschette, wenn man zu Boden sackt (auch hier wieder: weiche Unterlage verhindert Verletzungen). Vorher ausgiebig testen: der Klettverschluss darf nicht zu weit überlappen und muss wirklich leicht aufgehen.

Beide Methoden stammen aus dem sehr empfehlenswerten Nachschlagewerk "Encyclopedia of Unusual Sex Practices" (Lov92), das unter Mitarbeit diverser Sadomasochisten entstanden ist. Urheber dürfte in diesem Fall vermutlich Michael Decker sein (siehe auch VoA).

Das Fisher Collar:

Fisher Collar"Take my breath away
Dieses mittelalterlich anmutende Gerät ist das Fisher Collar, das erste vom British Board of Trading Standards genehmigte Hilfsmittel für autoerotische Würgespiele. Das Halsband ist eine wichtige Neuerung und bringt einen Wandel im edge play mit sich. Peter Fisher, der Erfinder des Geräts, sagt: "S&M Pride in London haben ihre schriftlich niedergelegten Regeln geändert, seit sie von meinem Halsband erfahren haben." Womöglich könnte dieses Gerät das Leben der etwa 200 Leute retten, die jährlich in Großbritannien an autoerotischen Erstickungsunfällen sterben. Fisher kann das Halsband nicht mehr selbst herstellen und ist auf der Suche nach einem Unternehmen, das seine Idee umsetzt."
(Bizarre Dezember 99, S. 21)

Bizarre ist eine ziemlich unseriöse Zeitschrift: so existiert das "British Board of Trading Standards" überhaupt nicht, und auch "S&M Pride in London" ist keine Organisation, wie man vermuten möchte, sondern eine jährliche Veranstaltung. Trotzdem scheint die Idee praktikabel: leider ist auf dem Foto nicht allzuviel über die Funktionsweise zu erkennen, aber ich vermute, es handelt sich um ein aufblasbares Halsband (ähnlich einer Blutdruckmanschette) mit einem Blasebalg (im Bild rechts) und einem zweiten Schlauch (im Bild links), der zugehalten werden muss, wenn der Druck im Halsband aufrechterhalten werden soll. Wird man bewusstlos, lässt man den zweiten Schlauch los und die Luft entweicht.

Ein paar warnende Beispiele aus der Literatur:

"Der Selbstrettungsmechanismus, das Seil loszulassen, versagte, weil sich das Seil fest um ihr Handgelenk geschlungen hatte." (BHH93, 70)

"Ihr Rettungsmechanismus versagte, als das Gewicht ihres bewusstlosen Körpers das Seil am Bettpfosten straffzog." (BHH93, 71)

"Bewusstlosigkeit hatte ihre Selbstrettung durch aufrechtes Hinsetzen vereitelt, wodurch der Zug von der Schärpe genommen worden wäre." (BHH93)

"Der Selbstrettungsmechanismus, mit dem sie den Laufknoten um ihren Hals durch Anziehen der Beine lockern wollte, versagte, als sich ihr Haar im Knoten verfing." (BHH93)

"Eine [...] Neunzehnjährige erstickte, als das Gewicht ihrer Beine das Seil um ihren Hals straffzog, nachdem sie das Bewusstsein verloren hatte." (BHH93)

"Ihr Selbstrettungsmechanismus, einen Teil ihres Gewichts mit den Armen abzustützen, versagte, als sie das Bewusstsein verlor." (BHH93)

"Der Tod wurde schließlich auf die Aspiration von Erbrochenem während autoerotischer Strangulation zurückgeführt." (BHH93)

"Bei seinen erotisierenden Manipulationen legte der Student das Abschleppseil mehrmals um ein Ablagebrett, das in 2 m Höhe zwischen Schrank und Regal angebracht war. Die Auflage des Brettes war von ihm derart modifiziert, dass es vom Winkeleisen gelöst und von unten angeschraubt war, um im Fall einer nicht mehr kontrollierten Bewusstlosigkeit auszureißen und ein Erhängen auszuschließen. [...] Nach eingetretener Hypoxie riss der Bewusstlose das Brett aus der Verankerung und schlug mit dem Gesicht auf den Boden auf. Das zu streng im Knebel fixierte Seil lockerte sich nicht mehr, der Tod trat infolge zentralen Versagens ein." (SS83)

"Er wurde spät abends von seiner Mutter leblos auf dem Boden seines Zimmers in Rückenlage entkleidet aufgefunden. Über den Kopf gestülpt eine Plastiktüte, am Hals verschnürt, Beine bis zum Oberkörper in einem durchsichtigen Kunststoffsack, Hände mit Dreieckstuch locker fixiert." (SS83)

"Aus der Art, wie das Bett zerwühlt war, ging hervor, dass er anfangs auf dem Bett gelegen hatte und dann beim Versuch, an die Schlüssel zu gelangen, herausgefallen war oder sich herausfallen lassen hatte (...) Dann fiel sein Kopf nach vorne und die Vorderseite seines Halses wurde gegen die Stahlschelle gedrückt, wodurch er erstickte." (HDB83, 70)

"Offenbar war das Gewicht umgekippt und hinter den Stuhl gefallen. Dabei hatte es den Zug am Seil verstärkt, so dass die verschiedenen Laufknoten sich zuzogen. Das Opfer konnte sich nicht mehr aus seinen Fesseln befreien und erstickte durch Rückatmung des ausgeatmeten Kohlendioxids." (HDB83, 71)

"Bei dem fatalen Unfall hatte er offenbar die Zeit falsch eingeschätzt, die ihm blieb, um sich zu befreien, bevor er das Bewusstsein verlor, da er sich ansonsten hätte befreien können, wie er das sonst auch getan hatte." (HDB83, 72)

"Der Verstorbene hatte sich offenbar in der Absicht von der Brücke herabgelassen, den Laufknoten später zu öffnen, indem er hinter sich griff und daran zog. Sein Körpergewicht führte jedoch dazu, dass das Seil auf seinem Rücken außer Reichweite gezogen wurde. In der Folge umschnürte das Seil seine Brust so eng, dass er nicht mehr atmen konnte und starb, bevor er sich befreien konnte." (HDB83, 75)

"Man nahm an, dass sie einer masochistischen Phantasie nachging (daher die gefesselten Hände), die Ligatur um den Hals Hypoxie hervorrief und sie über die Badewanne ins Wasser fiel, als sie das Bewusstsein verlor. Nach der Autopsie wurde ihr Tod auf Aspiration zurückgeführt, die Todesursache jedoch offengelassen." (HDB83, 103)

"Obwohl er frei hing, gab es Indizien dafür, dass er ursprünglich auf einem Regal gestanden hatte, um die Schlinge zu befestigen, und dass er vom Regal gestürzt war, nachdem er das Bewusstsein verloren hatte. Die Untersuchung ergab, dass der Jugendliche keine Anzeichen für Depressionen aufgewiesen hatte und als angepasst galt. In der toxikologischen Analyse zeigte sich eine hohe Blutalkoholkonzentration. Als Todesursache wurde Aspiration von Erbrochenem festgestellt." (HDB83, 103)

"Sie bemerkten auch, dass die Arme des Opfers frei waren: hätte er nicht das Bewusstsein verloren, hätte er den Laufknoten um seinen Hals lösen oder das Seil mit einem Steakmesser mit Wellenschliff durchtrennen können, das man in seiner Nähe auf dem Fußboden fand. Auf einem Beistelltischchen neben der Leiche lagen zwei ähnliche Seilstücke mit Laufknoten. Er hatte an diesen beiden Stücken geübt, bevor es zur tödlichen Handlung kam." (HDB83, 123)

"Er hatte offenbar die Schlüssel fallengelassen, sie nicht wiederfinden können und das Bewusstsein verloren. Er starb durch Chloroforminhalation." (HDB83, 124)

"Das Opfer benutzte einen Flaschenzug mit zwei Seilen. Ein Seil lief über den Flaschenzug und bildete einen Henkersknoten um seinen Hals; das zweite Seil diente als Kontroll- oder Bremsseil. Indem er Zug auf das Bremsseil ausübte, konnte er verhindern, dass sich die Rolle des Flaschenzugs drehte. Dadurch wurde wiederum sein Hals durch die Schlinge komprimiert und so die Blutzufuhr zum Gehirn beeinträchtigt, was eine transiente Hypoxie auslöste, deren Ausmaß er unter Kontrolle hatte, jedenfalls solange er bei Bewusstsein war. Er konnte die Schlinge dann lockern, indem er das Kontrollseil lockerließ, und falls er das Bewusstsein verlieren sollte, würde ihm das Kontrollseil entgleiten, wodurch automatisch das Seil um seinen Hals gelockert würde: eine Totmannschaltung. Dieses Mal war ein Seil aus der Führung gerutscht und hatte sich im Flaschenzug verklemmt, so dass sich die Rolle nicht mehr drehen konnte und das ganze Körpergewicht des Opfers am Seil hing, was zum Tode führte." (HDB83, 142)

"Das Flaschenzugsystem [...] sollte ihn im Falle einer Bewusstlosigkeit vor dem Ersticken bewahren, da er dann das separate Seil loslassen und der Zug an der Schlinge nachlassen würde [...] Offenbar verklemmte sich das Flaschenzugsystem, als er das Bewusstsein verlor und so kam es nicht zur Entlastung des Halses." (HDB83, 181)

"Man fand ihn tot auf der Toilette sitzend, vornübergesunken, mit dem Kopf in einem innen feuchten Igelitsack, daneben griffbereit ein Handspiegel. Er hatte versucht, in der Erstickungsnot die Hülle vom Kopf zu reißen. Experimente ergaben, dass nach 4 Minuten mit der Plastikhülle beim Atmen derartiger O2-Mangel eintrat, dass sie vom Kopf entfernt werden musste. Ähnlich liegen die Verhältnisse beim Fall MARESCH, bei dem der Junge, der sich auch einen Nylongürtel um den Bauch geschnürt hatte (sexuelle Reizerhöhung), stehend ohnmächtig zusammengebrochen und erstickt war, ebenso bei einem anderen Fall, in dem sich ein Junge (14) vor einem Spiegel eine Igelittischdecke um den Kopf gewickelt und am Hals verschnürt hatte.
Bei einem weiteren Fall wurde ein Schlosser (18) vor seinem Bett kniend nackt tot aufgefunden, das Gesicht in die Kissen gedrückt. Auch hier war ein Igelitbeutel über den Kopf straff gezogen, mit Igelitband am Hals fixiert. Todesursache ebenfalls Erstickung und Aspiration von Erbrochenem." (Pro60)

"Er lag im Bett, nackt, bedeckt mit einer Gummischürze, zwischen den Beinen zum Gesäß durchgezogen, deren Tragbänder er mit den Zähnen festhielt. Vor dem Gesicht eine zweite Gummischürze, mit einem Gummileibriemen vom Kinn bis zum Scheitel luftdicht festgeschnallt. Todesursache war eine Asphyxie, vielleicht auch eine Kompression der Karotiden (Strangmarke). Zum Auffangen des Spermas hatte er eine Seifendose auf den Leib gelegt." (Pro60)

"Nach SCHWARZ wurde ein Chauffeur und Gärtner (53) ... in einer Badewanne unter Wasser liegend aufgefunden, in drei Säcke gehüllt, einer davon über den Kopf gezogen, bekleidet mit Pyjama, zwei Schlüpfern und Damenstrümpfen, die Vorhaut vorgezogen und abgebunden. Am Hals eine Schnur mit 30 cm langem Wasserschlauch. Offenbar wollte er unter Wasser eine Hypoxämie mit dem Schlauch als Schnorchel bewirken. Es kam jedoch dabei, da die Schlauchatmung nicht ausreichte, zum Erstickungstod, wobei er außerdem ertrank." (Pro60)

"Die Befreiung aus der Handfesselung mit der Schere war ihm diesmal missglückt. Bei erregtem Herumhantieren mit der Schere in der Erstickungsnot hatte er sich die Verletzungen beigebracht, auch eine Pulsader durchtrennt. Todesursache: Erstickung und Verblutung infolge Blutdrucksteigerung während des Erstickungsvorgangs." (Pro60)

"Ein Schüler (16) hatte sich zwischen zwei Haufen aufgeschichteter Bienenkästen erhängt, auf die die Arme gestützt waren. Ein Kasten war umgefallen, wodurch der Erhängungstod eingetreten war." (Pro60)

"Ein Arbeiter (52) erhängte sich, vermummt in Frauenkleider, an einem Bettgestell und erstickte durch Aushebung des Bettgestells und Verschluss der Atemöffnungen." (Pro60)

"Bei einem neueren Berliner Fall wurde von einem Wächter (56) eine Krananlage mit elektrischer Schaltvorrichtung benutzt. Der Tod war durch Überdosierung der Erhängung mit der Schaltvorrichtung eingetreten." (Pro60)

"Das Strangwerkzeug war mit offener Schlinge an der Tür befestigt, aber gerissen. Unter der Schlinge ein 10 cm hoher Bücherstapel als Sicherungsmaßnahme, die jedoch wegen sofortiger Bewusstlosigkeit nicht funktioniert hatte." (Pro60)

"Ein Lehrling (17) hängte sich auf einer Leiter mit einem Gummischlauch auf und rutschte dann herab, wobei er Samenerguss hatte, während der Tod eintrat. Ein Kaufmann (40) hängte sich nach BEYER nackend an zwei Lederriemen um Hals und Brust in der Wohnung eines Freundes an einer Trittleiter auf. Durch Abrutschen von einer Sprosse war er tödlich stranguliert worden. Die Hände hatte er mit einer Schnur gefesselt." (Pro60)

"Ein Buchhalter (62) wurde nackend auf einem Dachboden mit einem komplizierten Erhängungs- und Fesselungstrick aus Ketten und Seilen, die auch zwischen den Oberschenkeln durchgeführt waren, freischwebend neben einer Leiter, von der er ebenfalls heruntergetreten war, tot aufgefunden. In einem nahen Balken steckte handgerecht als Sicherungsmaßnahme ein Messer. Bei der Prozedur hatte er sich außerdem an einem Seil festgehalten." (Pro60)

"Ein einarmiger Elektromonteur (27), ausgesprochener Masochist, wurde bäuchlings nur mit Unterrock bekleidet auf dem Boden liegend mit Riemen gefesselt aufgefunden. Er hatte die Drosselung mit einem Lederriemen, an dem ein Strick befestigt war, mit laufender Schlinge vollzogen, indem er sich mit den Füßen von der Wand, wo er den Strick befestigt hatte, abgestoßen hatte. Tod durch Überdosierung der Drosselung." (Pro60)

"Besonders klar war die Selbsterdrosselung bei einem Techniker (...), der sich mit Stoff, Riemen usw. Arme und Beine gefesselt, mit den Füßen an einem Schrankfuß und mit dem Hals an einer Stuhllehne angebunden hatte. Er konnte sich in einem Spiegel beobachten. Der Stuhl, auf dem er saß, war bei seiner sexuellen Betätigung umgefallen. Das Halstuch war dadurch knebelartig zusammengedreht und hatte ihn erdrosselt, ohne dass er sich aus der Fesselung befreien konnte." (Pro60)

"Der Junge hatte zunächst die Schlinge am Haken befestigt, sich dabei auf den Deckel der Toilette gestellt, sich anschließend die Hände gefesselt und stranguliert. Offenbar ist er dabei aus irgendeinem Grund vom Deckel der Toilette abgerutscht und während seiner autoerotischen Manipulationen erstickt." (Sch75)

"Auf der untersten Sprosse stehend konnte der Junge mit den auf den Rücken gefesselten Händen die Strangulation durch Auf- und Abbewegungen regulieren und dosieren. Offenbar war er während seiner autoerotischen Handlungen mit den glatten Gummistiefeln von der untersten Leitersprosse abgerutscht und hatte sich auf diese Weise selbst erhängt." (Sch75)

"Nachdem er sich eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt und mit Hilfe einer elastischen Binde verschlossen hatte, erreichte er einen luftundurchlässigen Verschluss. Während der masturbatorischen Handlung geriet er durch Rückatmung immer mehr in einen Sauerstoffmangel, verlor das Bewusstsein und erstickte schließlich." (Sch75)

"Neben ihm lag ein umgestürzter brauner Korbstuhl auf dem Boden, dessen Sitzfläche gebrochen war und ein großes Loch aufwies. Das Opfer hatte vermutlich versucht, einen Hypoxiezustand zu kontrollieren, als seine Füße durch den Stuhl brachen und der Stuhl umkippte, so dass sich der Druck auf den Hals erhöhte." (TBS94)

"Das fünf Meter lange Seil war so über einen Ast geworfen worden, dass es einen Sitz bildete, und die freien Enden waren zu zwei Slipschlaufen geknotet. Das Opfer hatte seine Beine bis zu den Oberschenkeln in diese Schlaufen gesteckt und sich dann in das herabhängende Seil gesetzt, wobei die ärmellose Bluse als Polsterung unter seinen Schenkeln diente. Das separate Seil um seinen Hals diente dazu, mit Unterbrechungen einen durch Verlagerung des Körpergewichts kontrollierten Druck auszuüben. Während der terminalen Episode rutschten der "Sitz" und die Polsterung unglücklicherweise vom Gesäß zur Taille hoch, so dass sich die Halsligatur beim Fallen stark zusammenzog. Beim Versuch, den Druck durch Rückkehr zur sitzenden Position zu verringern, griff er mit der rechten Hand nach dem posterioren Seil auf der linken Seite, wodurch sich sein Körper drehte und dieses Seil unter seinen rechten Arm geriet. Das resultierende Durcheinander machte ihn gänzlich hilflos, und da das andere Ende der Ligatur zweimal um den Ast gewickelt war, löste es sich nicht und er erstickte." (HRA85)

"Der Fall wurde folgend gedeutet: Zwei um das Genitale geschlungene Lederseile wurden durch Körperbewegungen zusammengezogen. Infolge eines plötzlichen Schwächezustanes sackte der Mann zusammen und in die um den Hals gelegte Manschette." (NW77)

"Erhängen zweier 14jähriger befreundeter Schüler. Unbekleidet. Wäscheleine über den Dachbalken geworfen. Beim Hinabgehen der Bodentreppe Strangulation. Bewußtlosigkeit oder Ausrutschen eines Jungen zog auch den Tod des anderen nach sich." (NW77)

"Ein Schullehrer betätigte sich seit vielen Jahren autoerotisch. Die Ehefrau hatte von dieser Eigenart ihres Ehemannes Kenntnis. Die Handlungen vollführte der 60 Jahre alte Mann auf dem Dachboden seines Hauses, wo er sich eine komplizierte Schwebevorrichtung gebaut hatte. Eines Tages kam es zum Zusammenbruch diese Konstruktion; der Mann verfing sich in den Schnüren; die Folge war ein Erhängungstod." (NW77)

 

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